Zweite: Knappe Niederlage gegen Tabellenprimus

SC Kirchdorf 2 – SC Oberhummel

Nach den überwiegend guten Ergebnissen und Leistungen der letzten Wochen, befanden wir uns im Niemandsland der Tabelle, wo weder nach oben noch nach unten tabellarisch viel passieren wird. Als wir am Sonntag bei angenehmen Temperaturen die Reise zum Tabellenführer nach Oberhummel antraten, war das womöglich mitentscheidend für den Verlauf der ersten Halbzeit.

Oberhummel war von Beginn griffig in den Zweikämpfen und setzte uns zunehmend unter Druck, da wir in der ersten Hälfte die Intensität des Gegners nicht ausreichend mitgehen konnten. So gerieten wir früh in der 6. Minute in Rückstand durch einen Handelfmeter, den ich mal vorsichtig als fragwürdig bezeichnen würde, was aber auch bereits ein Ausblick auf die weiterhin gewöhnungsbedürftige Regelauslegung des Schiedsrichters darstellen sollte. Das darf jedoch nicht als Ausrede gelten, da Oberhummel in der ersten Hälfte auch definitiv die bessere Leistung zeigte. Nach 12 Minuten musste dann noch verletzungsbedingt unser Hirschbecker Mittelfeldmotor ausgewechselt werden, weil er bei einem Luftzweikampf ordentlich was aus den Belle bekommen hat. Come back stronger Hanse, ist ja nicht das erste mal, dass du am Wochenende Kopfschmerzen hast. Dazu kam, dass wir kurz darauf (13. Minute) das 0:2 hinnehmen mussten, das als Eigentor gewertet wurde. In der Folge arbeiteten wir uns besser ins Spiel und konnten uns defensiv stabilisieren. Zusätzlich dazu schossen wir ihnen noch ihren schwindligen Stock kaputt, der aus Aberglaube neben dem Feld auf Höhe der Mittellinie aufgestellt wurde.

Aus der Halbzeitpause kamen wir dann mit wesentlich mehr Zug und der Gewissheit, dass wir spielerisch mithalten können und damit auch beim Tabellenersten für uns etwas möglich ist. Zur Halbzeit wurde doppelt gewechselt, was direkt neuen Schwung brachte. Wir übernahmen das Spiel, der Ball lief gut, wir bauten Druck auf und kamen langsam zu Torchancen. Leider gelang es uns selten, zu klaren Abschlüssen zu kommen. Wenn aus dem Spiel kein Tor gelingt, muss manchmal ein Standard helfen. Genau das geschah in der 71. Minute, als sich der Joker (englisch für: Jo.Ka.) – seines Zeichens Ölprinz und Volksvertreter von Kirchdorf – nach einer Ecke in den 3. Stock hochschraubte und per Kopf den Anschlusstreffer markierte, absolut sehenswert. Das letzte mal, als ich ihn so hart einschädeln sah, war vermutlich bei der letzten Meisterfeier, ebenfalls sehr sehenswert. Leider reichte es nicht mehr, um einen Punkt aus Oberhummel zu entführen, was uns leider um einige Liter Freibier brachte, die uns von den anderen Aufstiegsaspiranten in Aussicht gestellt wurden.

Ich glaube allerdings, angesichts des anstehenden Pfingstwochenendes sollte es da schon jeder schaffen, seinen Bedarf zu decken. Danke für die Unterstützung der vielen mitgereisten Fans. Kommt auch gerne am Samstag zum letzten Heimspieltag mit anschließendem Public Viewing und Sonntag/Montag zum traditionellen Pfingstturnier. Wir gfrein uns auf eich!

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