SV Kranzberg II – SC Kirchdorf II
Wir vom SCK II trafen uns zur Mittagsstund zum Halloweenkick im Sportpark Kranzberg. Bereits beim Treffpunkt war mir klar: Unser Garry wird heute wieder in voller Halloween-Montur auflaufen. Nach mehrfachem Ziehen an seiner Nase musste ich allerdings feststellen: Hups, der ist ja gar nicht verkleidet. Der schaut tatsächlich immer so aus.
In Kranzberg angekommen, stimmte der Pep Guardiola für Arme, alias Bazelinho, die Mannschaft bestmöglich auf die bevorstehende Schlacht ein. Leider musste unser Taktikgenie aufgrund einer ehrlichen, aber offenbar äußerst unangebrachten Frage an den Schiedsrichter am Wochenende zuvor von der Seitenlinie aus zuschauen.
Nun aber zum sportlichen Teil, der bekanntlich ohnehin nur Nebensache ist neben dem überaus charismatischen, gutaussehenden und mit schier grenzenloser Fußballkompetenz gesegneten Trainer Duo. An einem Blödschauwettbewerb sind beide ohnehin Champions League.
Das Wetter präsentierte sich so grau wie Blenninger Peters Mittelscheitel. Nicht einmal Zirnis gottesgleiches Lächeln hätte an diesem Tag die Sonne hervorgezaubert. Kurz gesagt: Perfektes Fußballwetter!
Kranzberg, mit sage und schreibe zehn Auswechselspielern angereist – eine Information, die für den weiteren Spielbericht natürlich vollkommen irrelevant ist, machte von Beginn an ordentlich Druck. Klare Torchancen blieben jedoch auf beiden Seiten Mangelware. Erst ein Fehler unsererseits ermöglichte den Hausherren in der 30. Minute die 1:0-Führung. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeitpause.
In der zweiten Hälfte präsentierten wir uns plötzlich wie ausgewechselt. Anscheinend hatte Peter, unser T-Rex, in der Kabine die richtigen Worte gefunden. Seine Halbzeitansprache muss ungefähr so motivierend gewesen sein wie die Rede eines Trauredners bei Stefan Funke’s vierter Hochzeit. Jedenfalls kamen wir mit ordentlich Feuer aus der Kabine.
Wir machten von Beginn an Druck und unser Edel-Grantler Kaindl Jo versenkte nach einer Ecke die Kugel mitten im gegnerischen Herzen. Ein Treffer, der selbst den härtesten Verteidiger kurz an seinem Lebenssinn zweifeln ließ.
Kurz darauf kombinierten wir uns – ja, ich musste diesen Satz selbst erst dreimal lesen, um zu glauben, dass er tatsächlich von uns handelt – sehenswert durch den gegnerischen Sechzehner. Dort blieb, „wir verschleppen ein Auto mitm Baze“, Jakob Steinberger, eiskalt und schob überlegt ins lange Eck ein. Der gegnerische Torwart schaute dabei ungefähr so verdutzt wie Brändi nach einer Woche Festivalurlaub in Spanien, wenn ihm jemand erklärt, dass Montag ist.
Leider hielt unsere spielerische Herrlichkeit nicht allzu lange an. Gerade einmal fünf Minuten später mussten wir den Ausgleich hinnehmen. Offenbar war die Mannschaft noch damit beschäftigt, die eigene Kombination geistig zu verarbeiten.
Danach entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem beide Mannschaften durchaus noch den Siegtreffer hätten erzielen können. Am Ende blieb es beim gerechten Unentschieden – wobei natürlich jede Mannschaft einen Sieg verdient gehabt hätte. So zumindest die diplomatische Version vom „ich kann mit Auswechslungen umgehen“ Zeili.
In diesem Sinne: Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: SCK II – wir nehmen die Punkte den Oberen und geben sie den Unteren.
Andi Brinninger
