An einem wunderschön sonnigen Muttertagssonntag hatte unser grün-weißer Nachbarverein die Ehre, uns in der Berghofarena zu besuchen und vermutlich auch ein letztes Mal das altehrwürdige Sportheim in seiner bisherigen Form zu bestaunen, Fußballromantik pur also.
Ab dem Anpfiff wurde schnell klar, dass wir an diesem Nachmittag wenig Interesse an Gastfreundschaft hatten. Bei uns passte einfach alles. Nicht nur die Kapitänsbinde an Gerrys Arm, nachdem Hanse sie zuvor in Attaching einmal ordentlich vorgedehnt hatte, sondern auch der erste Schuss aufs Tor. Und das soll bei uns durchaus erwähnt werden dürfen.
So konnten wir bereits nach elf Minuten durch Leon mit 1:0 in Führung gehen. Auch danach blieben wir klar spielbestimmend, kombinierten gefällig nach vorne und ließen defensiv kaum etwas zu. Kurz vor der Halbzeit war es erneut Leon, der in der 44. Minute zum 2:0 einschob und damit dafür sorgte, dass sich die Spielanteile auch besser im Ergebnis widerspiegelten.
Wer allerdings dachte, wir würden nach der Pause einen Gang zurückschalten, der hat sich genauso geirrt wie jeder, der dachte, Leon hätte nach sechs Toren an diesem Wochenende genug. Direkt nach Wiederanpfiff legten wir nochmal nach und entschieden das Derby innerhalb von gerade einmal drei Minuten endgültig. Erst schnürte Leon in der 47. Minute routiniert seinen Dreierpack, als wäre es Alltag für ihn, was zumindest freitags und sonntags offenbar auch stimmt. Ehe Trosti in der 49. Minute den Deckel endgültig draufmachte. Spätestens da war klar: Heute brennt hier nichts mehr an.
Das Ergebnis hätte am Ende sogar noch deutlich höher ausfallen können. Allerdings waren wir an diesem Sonntag offensichtlich in der Chancenverwertung gegen Ende der Partie auf Sparflamme unterwegs, ähnlich wie unsere Ölheizung im Sportheim. Die hat nämlich ausgedient und wird durch ein modernes und hocheffizientes Heizsystem von Wolf ersetzt. Falls also jemand beim Zuschauen nicht nur Lust auf sehenswerten Fußball, sondern auch auf eine effiziente Wärmepumpe bekommen hat, der darf sich gerne melden. 😉
Am Ende stehen ein hochverdienter Derbysieg, strahlender Sonnenschein und beste Stimmung.
So darf ein Muttertag gerne aussehen.
